Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung der Software „Vaydena Lager“ (nachfolgend „Software“) von Vaydena – Softwarelösungen, Inhaber Karl-Heinz Bicker, Biberstraße 27, 85354 Freising (nachfolgend „Anbieter“).
§ 1 Geltungsbereich, Unternehmer
- Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software zwischen dem Anbieter und dem Kunden. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich schriftlich zu.
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts, Vereine und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, in dieser Eigenschaft zu handeln. Verbraucher können die Software nicht nutzen.
§ 2 Leistungsgegenstand
- Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als webbasierte Anwendung (Software as a Service) zur Nutzung über das Internet zur Verfügung. Die Software dient der Lagerverwaltung: Anlegen von Artikeln und Lagerorten, Erzeugen und Drucken eigener Barcodes bzw. QR-Codes, Erfassen von Zu- und Abgängen, Umlagerungen und Inventuren per Smartphone-Kamera oder Handscanner, Bestandsübersicht, Teamverwaltung und Datenexport.
- Die Software kann als Progressive Web App auf dem Gerät des Kunden installiert werden und Buchungen vorübergehend ohne Internetverbindung speichern („Offline-Modus“). Die Übertragung an den Server erfolgt, sobald wieder eine Verbindung besteht. Der Kunde ist dafür verantwortlich, Geräte regelmäßig zu synchronisieren.
- Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und verbessern, sofern der vereinbarte Kernfunktionsumfang erhalten bleibt.
- Der Übergabepunkt der Leistung ist der Routerausgang des vom Anbieter genutzten Rechenzentrums. Für die Internetverbindung und die Geräte des Kunden ist der Kunde selbst verantwortlich.
§ 3 Registrierung und kostenlose Testphase
- Die Nutzung setzt die Registrierung einer Firma mit E-Mail-Adresse und Passwort voraus. Der Vertrag über die Testphase kommt mit Abschluss der Registrierung zustande.
- Die Testphase dauert 14 Tage, ist kostenlos und endet automatisch. Es entsteht keine Zahlungspflicht und keine Kündigungsnotwendigkeit. Während der Testphase gelten die Grenzen des Tarifs „Team“.
- Nach Ablauf der Testphase kann der Kunde die Daten weiterhin lesen und exportieren; neue Buchungen werden erst nach Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs übertragen. Die Daten bleiben mindestens 90 Tage nach Ende der Testphase gespeichert.
§ 4 Tarife, Preise
- Es gelten die auf der Website unter „Preise“ ausgewiesenen Tarife (Starter, Team) mit den dort genannten Nutzer- und Artikelgrenzen sowie Funktionen. Maßgeblich sind die Preise zum Zeitpunkt der Bestellung.
- Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG. Alle Preise sind Endpreise; Umsatzsteuer wird nicht berechnet und nicht ausgewiesen.
- Ein Tarif kann für eine Laufzeit von einem Monat oder zwölf Monaten gebucht werden. Ein Wechsel in einen höheren Tarif ist jederzeit durch Buchung des neuen Tarifs möglich; die Restlaufzeit wird angerechnet, indem die neue Laufzeit an das bisherige Enddatum anschließt.
§ 5 Bestellung, Zahlung, Freischaltung
- Der Kunde bestellt einen Tarif in der Software („Abo“ → Tarif und Laufzeit wählen). Daraufhin erhält er eine Rechnung mit Zahlseite (Bankverbindung und GiroCode) per E-Mail und in der Software. Mit der Bestellung gibt der Kunde ein Angebot ab; der Vertrag über den Tarif kommt mit der Freischaltung durch den Anbieter zustande.
- Die Zahlung erfolgt ausschließlich per Vorauskasse durch Banküberweisung (auch per GiroCode). Andere Zahlungsarten werden nicht angeboten. Das Zahlungsziel beträgt 14 Tage ab Rechnungsdatum. Der Kunde gibt den auf der Rechnung angegebenen Verwendungszweck an.
- Die Freischaltung des Tarifs erfolgt nach Zahlungseingang, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Die gebuchte Laufzeit beginnt mit der Freischaltung bzw. schließt an eine noch laufende bezahlte Laufzeit an.
- Es gibt keine automatische Verlängerung und keine Kündigungsfrist. Die Nutzung endet mit Ablauf der bezahlten Laufzeit, sofern der Kunde nicht erneut eine Laufzeit bestellt und bezahlt. Der Anbieter weist rechtzeitig vor Ablauf per E-Mail und in der Software auf das Ende hin.
- Nach Ablauf der bezahlten Laufzeit gewährt der Anbieter eine Kulanzfrist von 7 Tagen, in der die Software uneingeschränkt weitergenutzt werden kann. Danach steht nur noch der Lese- und Exportzugriff zur Verfügung, bis eine neue Laufzeit bezahlt ist. Auf Geräten zwischengespeicherte Buchungen bleiben erhalten und werden nach Freischaltung übertragen.
- Nicht bezahlte Rechnungen werden nach Ablauf des Zahlungsziels storniert; daraus entstehen dem Kunden keine Pflichten. Ein Rücktritt von einer bereits bezahlten Laufzeit ist ausgeschlossen, gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
§ 6 Pflichten des Kunden
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, wählt sichere Passwörter und sorgt dafür, dass nur berechtigte Personen Zugang erhalten. Ausgeschiedene Mitarbeitende sind in der Teamverwaltung zu deaktivieren. Der Kunde haftet für Handlungen, die unter seinen Zugangsdaten vorgenommen werden, soweit er sie zu vertreten hat.
- Der Kunde nutzt die Software nur für eigene betriebliche Zwecke und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Er lädt keine rechtswidrigen Inhalte hoch und greift nicht in die Software oder die Systeme des Anbieters ein (keine Umgehung von Tarifgrenzen, keine automatisierten Massenzugriffe).
- Der Kunde ist für die Richtigkeit seiner Daten und der von ihm erstellten Barcodes verantwortlich. Der Anbieter schuldet keine Prüfung der Lagerdaten auf inhaltliche Richtigkeit.
- Der Kunde sorgt dafür, dass Geräte mit ungesendeten Offline-Buchungen zeitnah wieder online gehen. Für Datenverluste durch verlorene, defekte oder zurückgesetzte Geräte, deren Buchungen noch nicht übertragen waren, ist der Anbieter nicht verantwortlich.
§ 7 Daten, Export, Datensicherung, Löschung
- Die vom Kunden eingegebenen Daten bleiben sein Eigentum. Der Anbieter nutzt sie ausschließlich zur Erbringung der Leistung.
- Der Kunde kann seine Daten jederzeit in gängigen Formaten (JSON/CSV) exportieren, auch nach Ablauf eines Tarifs.
- Der Anbieter führt regelmäßige Sicherungen der Serverdaten durch. Unabhängig davon obliegt dem Kunden die regelmäßige Sicherung seiner Daten durch Export.
- Auf Wunsch des Kunden löscht der Anbieter alle Daten des Kunden endgültig. Ohne Löschwunsch werden Daten spätestens 12 Monate nach Ende der letzten Nutzung gelöscht. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten für Rechnungsdaten bleiben unberührt.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
- Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Monatsmittel am Übergabepunkt an. Ausgenommen sind Wartungsfenster, die nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten liegen und – soweit planbar – vorher angekündigt werden, sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (höhere Gewalt, Ausfälle von Internet- oder Rechenzentrumsanbietern, Angriffe Dritter).
- Der Offline-Modus der Software ermöglicht es, Buchungen auch während einer Nichtverfügbarkeit zu erfassen und später zu übertragen.
§ 9 Gewährleistung
- Der Anbieter stellt die Software in dem Zustand bereit, der der Leistungsbeschreibung entspricht. Mängel sind dem Anbieter unverzüglich mit nachvollziehbarer Beschreibung zu melden. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist.
- Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen.
- Die Erkennungsrate von Barcodes hängt von Kamera, Beleuchtung, Etikettenqualität und Druck ab; eine bestimmte Erkennungsquote wird nicht geschuldet.
§ 10 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei ausdrücklich übernommenen Garantien.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den 12 Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 7 Abs. 3) eingetreten wäre.
- Die Software ersetzt keine Buchführung und keine steuerliche Inventur; für die Verwendung der Bestandsdaten zu solchen Zwecken ist der Kunde verantwortlich.
§ 11 Datenschutz
- Der Anbieter verarbeitet die Lagerdaten des Kunden als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Auf Anfrage schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
- Die Daten werden auf Servern in der Europäischen Union (Frankfurt am Main) gespeichert.
§ 12 Laufzeit, Beendigung, Sperrung
- Der Vertrag über einen kostenpflichtigen Tarif endet automatisch mit Ablauf der bezahlten Laufzeit (§ 5). Der Kunde kann sein Konto jederzeit durch Mitteilung an den Anbieter löschen lassen; eine Erstattung bereits gezahlter Entgelte erfolgt dabei nicht.
- Der Anbieter kann den Zugang bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen § 6 nach vorheriger Abmahnung sperren, bei besonders schweren Verstößen (z. B. Angriffe auf die Systeme) auch sofort. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Der Anbieter kann das Angebot der Software insgesamt mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der bezahlten Laufzeit einstellen; bereits bezahlte, dann nicht mehr nutzbare Laufzeiten werden anteilig erstattet.
§ 13 Änderungen der AGB und der Preise
- Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung, technischer Weiterentwicklung oder Änderung der Marktverhältnisse erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Sie gelten als angenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb dieser Frist widerspricht; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen.
- Preisänderungen gelten nur für Laufzeiten, die nach dem Wirksamwerden neu bestellt werden. Bereits bezahlte Laufzeiten sind nicht betroffen.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, der Sitz des Anbieters (Freising).
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
- Vertragssprache ist Deutsch. Vertragliche Mitteilungen erfolgen per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte Adresse.
Stand: 14. Oktober 2026